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Man sieht sie überall – Kopfhörer ohne Kabel, dafür mit Bluetooth. Stiftung Warentest hat sie getestet. Viele davon sind ziemlich teuer, das muss aber nicht sein, sagt Tester Christian Van De Sand. Es gibt auch die günstige Alternative. Welche bringen was?

Warum sind Bluetooth-Kopfhörer so teuer?

Tester Christian Van De Sand erklärt: „Es gibt ein Feature, was den Preis schon in die Höhe treibt. Das ist die sogenannte aktive Geräuschunterdrückung, die dafür sorgt, dass ich auf meinem Kopfhörer wirklich nur die Musik höre und alle nervigen Umgebungsgeräusche ausgeblendet werden.

Ist wunderbar, wenn man im Flieger oder in der U Bahn sitzt und wirklich nur Musik in Ruhe hören will, ohne alles andere.

Aber da haben wir in unserer Auswahl keinen einzigen Kopfhörer für unter 100 Euro gefunden, einfach weil es eine Technik ist, die auch ein bisschen was kostet.“

Sind teure Bluetooth-Kopfhörer automatisch besser?

„Kopfhörer haben sich in den letzten Jahren wahnsinnig weiterentwickelt. Vor allem die ganz kleinen In-Ear-Kopfhörer können mittlerweile beim Klang mit den großen Kopfhörern mithalten. Da steckt Technik drin, die nicht mal eben leicht entwickelt ist. Und das lassen sich die Anbieter natürlich auch ganz gut bezahlen. Das heißt aber nicht automatisch, dass jeder günstige Kopfhörer deutlich schlechter ist.“

Diese Kopfhörer gibt es für unter 100€

„Eine Empfehlung ist zum Beispiel der Sennheiser HD 4.40BT. Der kostet so um die 90 Euro, leistet sich bei uns im Test keinerlei größere Schwächen und schneidet gut ab. Wer bei ungefähr 50 Euro bleiben will, der könnte sich zum Beispiel den JBL reflect Mini anschauen. Ebenfalls ein gutes Produkt, das auch keine größeren Schwächen hat. Noch ein bisschen günstiger wäre der Sony WI-C300, den es schon für um die 40 Euro gibt. Da gibt es das kleine Problem, dass der Nachbar relativ gut die Musik mithören kann. Das nervt dann vielleicht die Leute in der U-Bahn oder im Flieger. Ansonsten ist er aber auch für seinen Preis sehr ordentlich.“

Darauf solltet ihr beim Kauf achten

„Bei den kleinen In-Ear-Kopfhörern sind generell die Akkulaufzeiten nicht so lang wie bei den großen Bügelkopfhörern. Die wiederum sind zum Beispiel beim Sport vielleicht nicht so praktisch.

Dann ist natürlich die nächste Frage, möchte ich eine aktive Geräuschunterdrückung haben? Bin ich vielleicht Pendler, der regelmäßig im Zug sitzt und die Zeit aber noch nutzen will, um abzuschalten? Das funktioniert bei den Bügelkopfhörern meistens ein bisschen besser als bei den In-Ear-Kopfhörern. Das liegt daran, dass die Geräuschunterdrückung bei denen nur dann richtig wirksam ist, wenn der Kopfhörer auch gut im Ohr sitzt.

Wichtig ist bei der Kaufentscheidung natürlich auch, wie gut der Kopfhörer klingt.“

Es hilft immer, wenn ich die Möglichkeit habe den Kopfhörer im Laden auszuprobieren und meine eigene Musik, die ich gerne höre, dabeizuhaben. Denn da weiß ich genau, auf welche Feinheiten es mir bei einem Song ankommt. Denn Klang und Tonqualität ist auch immer ein bisschen individuelle Geschmackssache.

Christian Van De Sand

Das können die Discounter-Blueetooth-Kopfhörer

Beim Discounter Aldi gibt es jetzt die billige Konkurenz der teuren Apple Air Pods. Der Originalpreis von Apple liegt bei um die 130 Euro – der Aldi-Preis bei 25 Euro. Chip hat die Discounter-Variante getestet und erzählt in SWR3 davon.

Logo SWR3 (Foto: SWR, SWR)

SWR3-Interview Chip hat Aldi-Bluetooth-Kopfhörer getestet

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