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Temperaturen von 30 Grad und mehr in Deutschland: Verantwortlich ist eine sogenannte Omega-Wetterlage – und die ist ganz schön hartnäckig. Einige Gemeinden müssen Wasser bereits rationieren. Auch angekündigte Gewitter mit Starkregen werden kaum Entlastung bringen.

Hoch „Emil“ lässt uns weiter schwitzen: Nach dem Wochenende mit Rekordhitze bleibt es heiß. In den kommenden Tagen drohen Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg jedoch auch lokale Hitzegewitter, Starkregen und Hagel. Im Hunsrück und in der Eifel sorgten kurze, aber heftige Gewitter für abgedeckte Dächer und überflutete Straßen. Abkühlung bringt das jedoch nicht: Mindestens bis Ende der Woche bleiben die Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke.

Auch gegen die anhaltende Trockenheit helfen die angekündigten Regenfälle nicht: Nach so langen Trockenphasen können die Böden das Wasser nicht gut aufnehmen, bei Starkregen läuft das meiste Wasser oberflächlich ab.

Trotz Hitze: Rasensprengen und Pool füllen verboten

Wegen drohenden Wassermangels müssen die Einwohner der Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen in Rheinland-Pfalz sparsamer mit Wasser umgehen. Das teilte die Integrierte Leitstelle Bad Kreuznach mit. Um die Grundversorgung mit Trinkwasser sicherzustellen, dürfen die Bewohner keine Planschbecken und Schwimmbäder mehr befüllen, die Bewässerung von Rasen und Gartenflächen ist verboten, Autos dürfen nicht mehr auf dem Grundstücken gewaschen werden, Hofflächen dürfen nicht mehr abgespritzt werden. Öffentlichen Grünflächen und Sportplätze bewässert die Stadt auch nicht mehr.

In Lauenau in Niedersachsen war das Wasser nach den warmen und trockenen Tagen zwischenzeitlich bereits ausgegangen. Am Samstagmittag lief der Wasserspeicher dort leer. Zeitweise waren Tankfahrzeuge im Einsatz.

Niedersachsen (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Moritz Frankenberg/dpa)
Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Lauenau zapfen Löschwasser aus dem Tank eines ihrer Einsatzfahrzeuge. picture alliance/Moritz Frankenberg/dpa
Trockene Wiese (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Harald Tittel/-/dpa)

Nachrichten Trinkwasserversorgung in Gefahr?

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Hitzewelle und tropische Nächte

Nach Angaben des DWD bleibt es weiter heiß. Abkühlung ist nicht in Sicht. Die kommenden Nächte werden vielerorts tropisch. Das bedeutet, dass die Temperaturen nicht unter 20 Grad sinken. Betroffen davon werden vor allem die großen Städte sein.

Hier gibt es Tipps, wie du wenigstens ein bisschen Abkühlung für die warmen Nächte finden kannst, ohne dein Bett in den Kühlschrank umziehen zu müssen.

Waldbrandgefahr steigt

In Rheinland-Pfalz warnt das Umweltministerium vor erhöhter Waldbrandgefahr. Für fast alle Wälder gilt die zweithöchste Gefahrenstufe. Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) bat darum, im Wald nicht zu grillen, rauchen oder Zigarettenstummel wegzuwerfen. Zudem dürften keine Autos auf Wiesen abgestellt werden. Die heißen Katalysatoren könnten trockenes Gras in Brand setzen.

Auch Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) rief zur Vorsicht auf. Er sagte im SWR, dass auch hier die Waldbrandgefahr extrem hoch sei. Und auch in NRW sind die Behörden in Sorge. Dort will man mit Überwachungsflügen Ausschau nach Bränden in Waldgebieten halten.

Das ist eine sogenannte Omega-Wetterlage

Es bleibt erst mal heiß: Sonne und Hitze bleiben uns also weiterhin erhalten. Schuld daran ist eine sogenannte Omega-Wetterlage, die vergangene Woche zunächst mit Hoch Detlef begann, erklärte SWR3-Wetterfrau Anne-Katrin Kienzle.

Logo SWR3 (Foto: SWR, SWR)

Nachrichten Omega-Wetterlage – Deswegen bleibt es besonders lang heiß

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Man kann sich das tatsächlich wie den griechischen Buchstaben Omega Ω auf der Wetterkarte vorstellen. Wir in Mitteleuropa sind von Tiefdruckgebieten umgeben: eins im Westen über Island, ein anderes im Osten über Russland. Dazwischen, über Mitteleuropa liegt ein Hoch, „und das saugt ordentlich heiße Luft an“, so Anne-Katrin Kienzle.

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