SWR3 Kurzmeldungen

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07. April 2020

Loveparade-Prozess soll eingestellt werden

Das Landgericht Duisburg hat wegen der Corona-Krise vorgeschlagen, den Loveparade-Strafprozess einzustellen. Die an dem Verfahren Beteiligten sollen bis zum 20. April Stellung nehmen. Aufgrund der dynamischen Entwicklung der Corona-Pandemie sei nicht absehbar, wann und wie die derzeit unterbrochene Verhandlung fortgesetzt werden könne, teilte das Gericht mit. Bei der Duisburger Loveparade waren am 24. Juli 2010 in einem Gedränge 21 Menschen getötet und mehr als 650 verletzt worden. In dem Duisburger Verfahren sind noch drei Mitarbeiter des Loveparade-Veranstalters wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung angeklagt.

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07. April 2020

Ameisen werden von Tesla-Gelände umgesiedelt

Auf dem Gelände der geplanten Tesla-Fabrik in Brandenburg werden derzeit Waldameisen umgesiedelt. Die Nester der Tiere kommen in Tonnen und sollen später in einem benachbarten Wald wieder ausgesetzt werden. In Zukunft könnten auch noch Zauneidechsen und Fledermäuse umgesiedelt werden. Tesla will in Grünheide bei Berlin seine erste europäischen Fabrik bauen und dort jährlich rund 500.000 E-Autos produzieren. Die abschließende umweltrechtliche Genehmigung für das Werk steht noch aus.

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07. April 2020

Frankreich: Arbeitslose als Erntehelfer

Mehr als 200.000 Freiwillige wollen in Frankreich bei der Ernte helfen. Damit könne das Land den Bedarf wahrscheinlich decken und den Mangel an Saisonkräften aus dem Ausland ausgleichen, sagte Landwirtschaftsminister Didier Guillaume. Die französische Regierung hatte Arbeitslose aufgerufen, sich freiwillig zu melden. Den Bauern fehlen unter anderem Hilfskräfte bei der Ernte von Erdbeeren, Spargel und Tomaten. In Deutschland haben sich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) auf ein Sonderprogramm geeinigt. 80.000 Erntehelfern sollen dadurch aus dem Ausland einreisen können.

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07. April 2020

Millionen Menschen leben in zu kleiner Wohnung

In Deutschland hat im Jahr 2018 statistisch gesehen rund jeder 14. in einer zu kleinen Wohnung gelebt. Das sind sechs Millionen Menschen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sind es vor allem Alleinerziehende und ihre Kinder. Auch viele Armutsgefährdete und Menschen mit ausländischem Pass lebten in zu kleinen Wohnungen. Wer in einer Stadt wohnte, war im untersuchten Zeitraum etwa drei Mal häufiger von Wohnraummangel betroffen als Bewohner auf dem Land. Im Vergleich zu den Vorjahren blieb der Anteil überbelegter Wohnung demnach insgesamt konstant.

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07. April 2020

Anklage gegen Betreiber-Bande eines Darknet-Zentrums

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat Anklage gegen acht Betreiber eines Darknet-Zentrums an der Mosel erhoben. Sie sollen von einem früheren Bunker aus unter anderem bei der Verbreitung von Drogen, Falschgeld und Kinderpornographie geholfen haben. In der unterirdischen Anlage in Traben-Trarbach standen zahlreiche Server, über die Kriminelle aus aller Welt ihre illegalen Geschäfte abwickeln konnten, sagt die Staatsanwaltschaft. Hauptakteur soll ein 60-jähriger Niederländer sein, der den Bunker Ende 2013 gekauft und umgebaut hat.

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07. April 2020

Wirtschaftsforscher erwarten massiven Produktions-Rückgang

Die deutsche Industrie erwartet in den kommenden drei Monaten einen massiven Rückgang. Der Ifo-Index der Produktionserwartungen fiel im März von plus 2,0 auf minus 20,8 Punkte, wie das Münchner Forschungsinstitut mitteilte. Das sei der schärfste Einbruch seit Beginn der Umfrage vor fast 30 Jahren. Selbst in der Weltfinanzkrise habe der Index im November 2008 nur um 13,3 Punkte nachgegeben, hieß es. Nach Ansicht der Wirtschaftsforscher könnte die tatsächliche Produktion der nächsten Monate noch stärker einbrechen, als der Index-Wert erwarten lasse. Denn die meisten Unternehmen hätten ihre Rückmeldungen bis Mitte März abgegeben.

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07. April 2020

Fukushima: Belastetes Wasser ins Meer?

Im japanischen Fukushima wird darüber diskutiert, ob und wann nach dem Reaktorunfall 2011 kontaminiertes Wasser ins Meer geleitet werden soll. Es geht um mehr als eine Million Kubikmeter mit Tritium belastetes Wasser, dass derzeit in Tanks auf dem Gelände des Kernkraftwerks lagert. Dort wird der Platz knapp. Vertreter der Fischereigenossenschaft in der Region um Fukushima haben die Pläne bei einer ersten Anhörung kritisiert. Sie fürchten finanzielle Einbußen, weil sie ihre Ware schlechter verkaufen könnten. Bis zum Sommer soll eine Entscheidung fallen, ob das belastete Wasser ins Meer geleitet wird. Tritium ist ein radioaktives Isotop von Wasserstoff. Es zerfällt mit einer Halbwertzeit von rund 12 Jahren.

Ein junger Mann wurde bei einem Haiangriff in Australien verletzt. Am weltberühmten Great Barrier Reef kam es in jüngster Zeit zu mehreren Attacken. Außerdem haben Forscher dort bei Untersuchungen festgestellt: Das Riff ist beschädigt wie nie zuvor.

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