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Ist mein Kürbis reif? Wie schäle ich ihn? Oder kann man die Schale sogar mitessen? Hokkaido, Butternut, Muskat – hier erfahrt ihr, was ihr über Kürbisse wissen müsst.

Vielfältig, lecker und gesund: Vom Spätsommer bis in den Winter ist Kürbis-Saison! Bei über 200 essbaren Sorten kann man schon mal den Überblick verlieren. Hier erfahrt ihr, welcher Kürbis sich für Kürbissuppe eignet, mit welcher Sorte ihr Pasta machen könnt und wie die verschiedenen Kürbissorten schmecken.

Kürbissorten im Vergleich

  1. Hokkaido
  2. Butternut
  3. Spaghetti
  4. Sweet Dumpling
  5. Muskat

Kürbis schälen und schneiden: Tipps und Tricks

Die Kürbisschale kann sehr hart sein. Das Schälen ist deswegen oft die größte Hürde beim Kochen. Um sich die Arbeit ein bisschen zu erleichtern, kann man den Kürbis aus einer gewissen Höhe auf den Boden fallen lassen und die entstehenden Risse zum Aufschneiden ausnutzen. Vorsicht: Ist der Abstand zum Boden zu groß, könnte der Kürbis in viele Teile zerspringen und den Boden verschmutzen.

Ein vorgegarter Kürbis lässt sich leichter schneiden und schälen: Das geht im Kochtopf oder im Backofen.

Werden zuerst die beiden Enden gerade abgeschnitten, kann der Kürbis auf eine Schnittstelle gestellt werden und das Wegrollen verhindert werden. Die Weiterverarbeitung geht dann leichter. Das Kerngehäuse kann mit einem Löffel leicht ausgekratzt werden.

Hokkaidokürbis: Unkomplizierter Klassiker

Kürbis (Foto: Imago, Westend61)
Imago Westend61
  • Aussehen: orange-rote Schale, rund, großes Kerngehäuse, feine Fasern im Fruchtfleisch
  • Geschmack: mild und nussig, süßliches Aroma, besonders würzig in Kombination mit Chili und Ingwer
  • Zubereitung: Muss nicht geschält werden, die dünne Schale kann man weich garen und mitessen! Die Kerne kann man rösten.
  • Gut geeignet für: Suppe, Lasagne, Kuchen, Risotto, Marmelade, Püree.

Butternut: Cremiger Geschmack

Ganzer Kürbis und aufgeschnitter Kürbis Sorte Butternut (Foto: Imago, Shotshop)
Imago Shotshop
  • Aussehen: birnenförmig, verhältnismäßig wenig Kerne, das Fruchtfleisch ist frei von Fasern
  • Geschmack: zart, fast cremig, leicht nussig,  ähnlich einer Avocado
  • Zubereitung: vielseitig einsetzbar, ein Alleskönner und kann wie Kartoffeln als Beilage serviert werden
  • Gut geeignet für: Ob roh zum knabbern, mit Salz geröstet, zum Backen, Braten und Grillen, für Suppen, Kürbiskompott, Salate, Kürbisrisotto, Kürbiskuchen und asiatische Gerichte

Spaghettikürbis: Besonderheit aus Japan

gelbe Kürbisse, Sorte Spaghettikürbis (Foto: Imago, Panthermedia)
Imago Panthermedia
  • Aussehen: erinnert an Honigmelone, hellgelbes Fruchtfleisch, lange Fasern
  • Geschmack: nicht sehr intensiv, muss gut gewürzt werden
  • Zubereitung: Wird die Schale an einigen Stellen eingestochen, kann der Spaghettikürbis am Stück gegart werden: Je nach Größe im Topf oder im Backofen.
  • Gut geeignet für: Wie der Name es schon verrät: Kürbisspaghetti! Das Fruchtfleisch erinnert an feine, lange Nudeln – perfekt für Gemüsespaghetti.

Sweet Dumpling: kartoffelähnlicher Minikürbis

Kürbissorte Sweet Dumpling (Foto: Imago, Mint Images)
Imago Mint Images
  • Aussehen: hellgelb bis orange mit meist grünen Streifen. Helles, festes Fruchtfleisch, viele Kerne, wird auch gerne dekorativ genutzt
  • Geschmack: kastanienähnlich, süßlich, zart, erinnert an Kartoffeln
  • Zubereitung: Der Sweet Dumpling muss nicht geschält werden und kann auch roh gegessen werden. Er kann gebraten, gebacken oder gegart werden.
  • Gut geeignet für: Gratins, Suppen, Puffer, das Fruchtfleisch kann wie Bratkartoffeln zubereitet werden

Muskatkürbis: Geheimtipp für Desserts

Muskatkürbis mit gerippter Schale (Foto: Imago, Scherf)
Imago Scherf
  • Aussehen: flach-runde Form, dunkelgrüne bis hellbraune Farbe, gerippte Schale, wenige Kerne
  • Geschmack: fruchtiges Fruchtfleisch, das leicht ins Säuerliche tendiert, duftet würzig, feine Muskatnote, für ausgefallene Gerichte sind Lebkuchengewürz oder Zimt geeignet
  • Zubereitung: trotz dünner Schale sollte der Muskatkürbis geschält werden. Die Schale einfach abschneiden, die Kerne herauslösen und das Fruchtfleisch in Würfel oder Streifen schneiden.
  • Gut geeignet für: exotische Gerichte, Salate, Süßspeisen, Chutney, Suppe

Zierkürbisse: nicht zum Essen geeignet

Kürbis (Foto: Imago, Shotshop)
Imago Shotshop

Sie sehen schön aus und werden vor allem im Herbst gerne dekorativ eingesetzt: Zierkürbisse trocknen schnell aus und sind als Deko deswegen lange haltbar. Essen sollte man sie aber auf keinen Fall – sie enthalten Cucurbitacine, also Bitterstoffe, die für Übelkeit und Bauchschmerzen sorgen. Ein kleines Stück der Frucht kann ohne Bedenken getestet werden. Schmeckt dieses schon ungenießbar bitter, kann man sich sicher sein, einen Zierkürbis erwischt zu haben.

Kürbisrezepte sind gesund

Kürbissuppe, Risotto, Lasagne oder Auflauf: Mit allen Speisekürbissen könnt ihr leckere Herbst-Gerichte kochen. Egal welcher Kürbis euch am besten schmeckt, er ist immer ein guter Nährstofflieferant. Bei einem Wassergehalt von etwa 90 Prozent und wenig Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß sind Kürbisse perfekt für eine kalorienbewusste und abwechslungsreiche Ernährung.

Fünf Fakten über Kürbisse

  • Kürbisse zählen zu den Beerenfrüchten, da ihre Kerne im Fruchtfleisch liegen
  • Einen reifen Kürbis erkennt man, indem man auf die Schale klopft. Hört er sich hohl an, ist er reif. Außerdem sollte der Stil trocken und holzig sein
  • In Ludwigsburg findet jedes Jahr die weltgrößte Kürbisaustellung statt, bei der auch die Deutsche und Europäische Meisterschaft im Wiegen ausgetragen wird. Der deutsche Rekord liegt bei 916 Kilogramm.
  • Der Stiel sollte bei der Ernte oder beim Kauf noch dran sein, damit der Kürbis länger frisch bleibt. Bei offenen Stellen könnten Bakterien eindringen und das Faulen beschleunigen.
  • Kürbisse sollten bei 10 – 15 Grad Celcius gelagert werden, Frost vertragen sie nicht.
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