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Österreich will tausende Menschen im Tourismusbereich wöchentlich auf das Coronavirus testen. Was bringt das? Und warum wird das nicht deutschlandweit gemacht?

Österreichs Politik will in Sachen Corona das sicherste Urlaubsland der Welt werden. Der Tourismus – ein wichtiger Wirtschaftszweig für das Land – ist durch die Pandemie getroffen.

Ab dem 29. Mai sollen jetzt wieder Hotels öffnen dürfen – mit kleinen Einschränkungen. Außerdem hat die Regierung einen Test-Marathon angekündigt: Ab Anfang Juli sollen für Hotelier-Mitarbeiter 65.000 Tests pro Woche zur Verfügung stehen. Wer positiv auf das Coronavirus getestet wird, soll dann frühzeitig isoliert werden.

Warum gibt es keine bundesweiten Massentests?

„Wir könnten auch mehr testen“, berichtet Veronika Simon aus der SWR-Wissenschaftsredaktion. Deutschland habe Testkapazitäten übrig – natürlich seien die aber nicht unendlich – und Tests sind teuer. Deshalb gilt es zu priorisieren, so Simon.

Man muss sich überlegen: Welche Berufsgruppen ergeben jetzt Sinn. Österreich hat seinen Schwerpunkt auf die Gastronomie gelegt – was wichtig ist für ein Land, was stark vom Tourismus lebt.

Veronika Simon, SWR-Wissenschaftsredaktion

Am Dienstag hat beispielsweise das bayerische Kabinett beschlossen, dass alle Mitarbeiter, Patienten und Bewohner in Bayerns Kliniken, Pflege- und Altenheimen künftig regelmäßig auf Corona-Infektionen getestet werden. Die Tests seien freiwillig, betonte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Auch das Personal in Kindergärten und Schulen in Bayern soll hier künftig mehr Möglichkeiten erhalten.

Tests sind aber nur eine Momentaufnahme, erklärt Simon. Denn: „Es kann zum Beispiel sein, dass jemand montags negativ getestet wird – am Dienstag ist er oder sie aber schon wieder ansteckend. Denn so eine Infektion entwickelt sich zum Teil ja recht schnell.“ Bis zum nächsten Test könnten dann ein paar Tage vergehen. In dieser Zeit könnte sich die getestete Person zum Beispiel mit dem Testergebnis sicher fühlen, unvorsichtiger sein und dabei weitere Menschen anstecken.

Diese Tests sind nicht perfekt – aber wir haben im Moment auch nichts besseres.

Veronika Simon, SWR-Wissenschaftsredaktion

Könnten mehr Tests die Coronavirus-Lage in Deutschland weiter entspannen?

Derzeit seien Kapazitäten frei – deshalb könnten alle Menschen getestet werden, bei denen das medizinisch notwendig ist. „Virologen sagen: Es kann sehr gut sein, dass mit solchen Massentests Fälle entdeckt, die sonst vielleicht gar nicht aufgefallen wären,“ berichtet Simon. Zwar könnten so einige Ansteckungen verhindert werden – eine hundertprozentige Sicherheit würden die Tests aber nicht bringen.

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