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Wer in Baden-Württemberg trotz der Corona-Pandemie wieder im Fitnessstudio trainieren will, kann das ab Dienstag wieder tun. Allerdings gelten Auflagen – hier erfahrt ihr mehr.

In Rheinland-Pfalz sind die Fitnessstudios seit dem 27. Mai wieder geöffnet, in Baden-Württemberg geht es am am 2. Juni wieder los. Das ist Teil der von der Landesregierung vorgenommenen Lockerungsmaßnahmen in der Corona-Krise. Aber: Wer ins Fitnessstudio will, muss sich an bestimmte Auflagen halten:

  • Jeder muss sich schon zu Hause umziehen und nicht erst im Fitnessstudio – Duschräume, Sauna- und Wellnessbereich bleiben geschlossen. Nur die Toiletten dürfen verwendet werden – auch hier gilt die Abstandsregel.
  • Es darf nur trainieren, wer Name, Trainingszeitraum und Kontaktinformationen angibt.
  • Es gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern für alle Personen.
  • Geräte-Training ist nur auf mindestens zehn Quadratmeter pro Person möglich.
  • Alle Geräte werden nach der Verwendung gereinigt und desinfiziert.
  • Gruppen-Übungen dürfen mit maximal zehn Personen stattfinden – dabei muss jede Person 40 Quadratmeter zur Verfügung haben.
  • In geschlossenen Räumen darf kein hochintensives Ausdauertraining stattfinden.
  • Die Räume müssen belüftet werden und es müssen Hygienemittel wie Seife oder Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden.

Für jede Übungs- und Trainingsmaßnahme muss der Betreiber eine Person bestimmten, die für die Einhaltung der Auflagen verantwortlich ist.

Muss ich während der Corona-Krise weiter für mein Fitnessstudio bezahlen?

Wenn eine vertraglich vereinbarte Leistung nicht angeboten wird, muss man auch nichts zahlen. Für die Zeit, in der das Fitness-Studio dicht war, hat es also keinen Anspruch auf den Beitrag. Ein Sonderkündigungsrecht wegen Corona und den damit verbundenen Einschränkungen gibt es aber nicht.

Viele Studios bieten ihren Kunden für den Zeitraum, in denen sie nicht öffnen konnten, Gutscheine an. Mittlerweile ist das gesetzlich geregelt. Das heißt: Das Studio darf statt Geld Gutscheine anbieten. Der Kunde muss das akzeptieren. So soll eine Pleitewelle verhindert werden. Aber: Wenn der Kunde aus persönlichen Gründen den Gutschein nicht einlösen kann, kann er sein Geld zurückverlangen. Das hängt vom Einzelfall ab.

Muss ich trotz Einschränkungen den vollen Betrag zahlen?

Fitnessstudios unterliegen strengen Auflagen. Deshalb dürfen zum Beispiel Saunen, Schwimmbäder und Duschen nicht öffnen. Außerdem dürfen bestimmte Kurse mit Körperkontakt nicht stattfinden. Wenn bestimmte Leistungen nicht angeboten werden können, obwohl sie vertraglich zugesichert wurden, muss man auch nicht den vollen Beitrag zahlen. Dann darf man den Betrag entsprechend mindern.

Ein weiteres Problem: Die Abstandsregeln können dazu führen, dass immer nur eine beschränkte Zahl von Kunden ins Studio gelassen wird – und ich als Kunde es nur zeitlich sehr beschränkt nutzen kann. Auch in diesem Fall muss man nicht den vollen Beitrag zahlen. Am besten, man bespricht das mit seinem Studiobetreiber und sucht mit ihm nach einer einvernehmlichen Lösung. Wer sein Studio unterstützen will, kann natürlich freiwillig weiter den vollen Betrag zahlen. Denn viele Anbieter haben wegen des Coronavirus große, finanzielle Probleme.

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